Großeinsatz im Weißen Riesen in Hochheide

Radio Duisburg

Großeinsatz im Weißen Riesen in Hochheide

In Duisburg läuft im Weißen Riesen in Hochheide ein Großeinsatz von Stadt und Polizei. Die Polizei hat den Bericht der WAZ bestätigt. Wohnungen werden kontrolliert - und der Einsatz knüpft an frühere Fälle an.



© Volker Herold/FUNKE Foto Services

Im Weißen Riesen in Duisburg-Hochheide hat am frühen Dienstagmorgen ein größerer Einsatz begonnen. Nach den vorliegenden Informationen führt die Stadt an der Ottostraße 58 bis 64 eine melderechtliche Kontrolle durch. Dabei wird überprüft, ob die Menschen, die in bestimmten Wohnungen gemeldet sind, dort auch tatsächlich wohnen. Begleitet wird der Einsatz von der Polizei. Laut den bislang bekannten Angaben sind außerdem Mitarbeitende des Ordnungsamtes und der Ausländerbehörde vor Ort. Wie viele Kräfte insgesamt eingesetzt werden, war am Morgen noch nicht abschließend bekannt.

Ottostraße in Duisburg: Behörden suchen nach Verstößen

Mit der Kontrolle wollen die Behörden mögliche Verstöße gegen das Melderecht aufdecken. Solche Überprüfungen spielen aus Sicht der Stadt auch eine Rolle, wenn es um möglichen Sozialleistungsmissbrauch geht. Im Fokus stehen nach Angaben der Stadt diesmal gezielt Wohnungen, bei denen es bei einer früheren Kontrolle offene Fragen gegeben hatte. Dazu gehören demnach Wohnungen, bei denen damals niemand öffnete oder keine Mietverträge vorlagen. Wie viele Wohnungen jetzt tatsächlich überprüft werden, ist bisher noch offen. Klar ist aber: Der Einsatz richtet sich gezielt auf den noch bewohnten Weißen Riesen an der Ottostraße.

Hochheide: Einsatz knüpft an Kontrolle aus 2024 an

Die aktuelle Maßnahme steht im Zusammenhang mit einer groß angelegten Kontrolle vom 29. Oktober 2024. Damals wurden laut den bekannten Angaben sämtliche Wohnungen überprüft. Dabei trafen die Behörden nach eigenen Angaben nicht einmal die Hälfte der damals gemeldeten 1.414 Personen an. Zusätzlich wurden 124 Menschen festgestellt, die dort keinen gemeldeten Wohnsitz hatten. Bei rund 120 Wohnungen öffnete damals niemand die Tür. Im Zuge dieses Einsatzes wurden außerdem 16 Personen von der Polizei abgeführt, die wegen eines mutmaßlich illegalen Aufenthalts auffielen.

Folgen früherer Kontrollen in Duisburg bereits spürbar

Nach der ersten großen Kontrolle wurden nach den bislang bekannten Informationen deutliche Folgen sichtbar. So stoppte die Familienkasse die Auszahlung von Kindergeld für 59 Kinder. Insgesamt ging es dabei demnach um 177.000 Euro, die offenbar zu Unrecht gezahlt worden waren. Außerdem strich die Stadt Duisburg knapp 500 Wohnsitze aus dem Melderegister. Der aktuelle Einsatz zeigt damit, dass die Behörden die Lage am Weißen Riesen weiterhin genau im Blick haben. Ob auch die jetzige Kontrolle neue Verstöße aufdeckt, dürfte sich erst nach Abschluss des Einsatzes genauer sagen lassen.