Duisburgs Arbeitsmarkt im Juni: Weniger Dynamik, mehr Arbeitslose

Radio Duisburg

Duisburgs Arbeitsmarkt im Juni: Weniger Dynamik, mehr Arbeitslose

In Duisburg ist die Arbeitslosigkeit im Juni leicht gestiegen. Warum vor allem der Sommer und der Ausbildungsmarkt bei den neuen Zahlen eine Rolle spielen.

Agentur für Arbeit in Duisburg.
© Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services

Die Arbeitslosigkeit in Duisburg ist im Juni 2026 leicht gestiegen. Diesen Monat waren 35.674 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 281 Personen mehr als im Mai, was einem Plus von 0,8 Prozent entspricht. Die Arbeitslosenquote liegt jetzt bei 13,3 Prozent und damit 0,1 Prozentpunkte höher als im Vormonat.

Sommermonate bremsen den Duisburger Arbeitsmarkt

Die Agentur für Arbeit sieht in der Entwicklung einen für die Sommermonate typischen Verlauf. Einerseits haben sich zwar etwas weniger Menschen direkt aus einer Beschäftigung arbeitslos gemeldet. Auf der anderen Seite haben aber auch weniger Duisburger und Duisburgerinnen eine neue Arbeit gefunden. Insgesamt meldeten sich im Juni 4.791 Personen arbeitslos, 4.554 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.

Freie Stellen in Duisburg weiter vorhanden

Trotz der angespannten Lage suchen Unternehmen in Duisburg weiter Personal. Im Juni wurden 531 neue Stellen gemeldet. Das sind 326 weniger als im Mai und 139 weniger als vor einem Jahr. Insgesamt waren bei der Arbeitsagentur zuletzt 3.319 freie Stellen im Bestand. Besonders viele offene Stellen gibt es in den Bereichen wirtschaftliche Dienstleistungen, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, Handel, Kfz-Reparatur, Gesundheits- und Sozialwesen, Baugewerbe und Verarbeitendes Gewerbe. Nach Angaben der Arbeitsagentur richten sich 2.714 dieser Stellen an Fachkräfte oder noch höher qualifizierte Personen.

Ausbildungssuche bleibt für viele Jugendliche in Duisburg aktuell

Auch auf dem Ausbildungsmarkt gibt es weiter Bewegung. Bis Juni waren im Bereich der Agentur für Arbeit Duisburg insgesamt 3.116 Bewerberinnen und Bewerber für eine Ausbildungsstelle oder ein duales Studium gemeldet. Darunter waren 916 Jugendliche mit Migrationshintergrund. Aktuell suchen noch 1.307 junge Menschen aktiv nach einem passenden Angebot. 147 neu gemeldete arbeitslose Personen kamen laut Arbeitsagentur direkt aus einer Ausbildung und hatten keine unmittelbare Anschlussbeschäftigung. Zimmermann betont aber: „Erfahrungsgemäß findet dieser Personenkreis der jungen Fachkräfte jedoch relativ schnell einen neuen Arbeitsplatz.“