Duisburg kontrolliert erneut im Weißen Riesen

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Duisburg kontrolliert erneut im Weißen Riesen

In Duisburg hat es erneut Meldekontrollen im Weißen Riesen in Hochheide gegeben. Was die Stadt überprüft hat und was dabei auffiel.

Meldekontrolle Weißer Riese
© Stadt Duisburg

Die Stadt Duisburg hat erneut eine melderechtliche Kontrolle im Hochhaus an der Ottostraße 58 bis 64 in Hochheide durchgeführt. Daran beteiligt waren das Bürger- und Ordnungsamt, die Ausländerbehörde und die Polizei. Insgesamt waren rund 80 Einsatzkräfte vor Ort. Kontrolliert wurde die Bewohnerstruktur. Die Stadt will damit melderechtliche Verstöße konsequent unterbinden. Auch möglicher Sozialleistungsbetrug soll aufgedeckt werden.

Stadt Duisburg setzt in Hochheide auf Nachkontrollen

Eine erste Großkontrolle im Weißen Riesen hatte es im Oktober 2024 gegeben. Damals hatte die Stadt angekündigt, das Hochhaus auch weiter verstärkt im Auge zu behalten. Deshalb hatte es im vergangenen Jahr auch schon zwei weitere Kontrollen gegeben. Ziel ist eine dauerhafte Stabilisierung des Umfelds. Das kann laut Stadt nur mit regelmäßigen Nachkontrollen gelingen.

50 Menschen in Duisburg-Hochheide nicht gemeldet

Seit September 2025 sind nach Angaben der Stadt 209 Personen in die überprüften Objekte gezogen. Das betraf insgesamt 158 Wohnungen. Bei der Kontrolle wurden vor Ort 192 Bewohnerinnen und Bewohner angetroffen. Davon waren 142 offiziell gemeldet. 50 weitere Personen wohnten dort, waren aber nicht angemeldet. Ihre Personalien werden nun an die Meldestelle weitergeleitet. Gleichzeitig prüft die Stadt bei 130 Personen, die seit September 2025 angemeldet wurden, aber bei der Kontrolle nicht angetroffen werden konnten, eine Abmeldung von Amts wegen.

Polizei trifft bei Einsatz in Hochheide auf gesuchte Männer

Auch die Polizei hat bei dem Einsatz weitere Feststellungen gemacht. In Wohnungen des Mehrfamilienhauses kontrollierten Einsatzkräfte zwei Männer im Alter von 23 und 41 Jahren, die dort nicht gemeldet waren. Nach Angaben der Polizei ergab die Überprüfung ihrer Personalien, dass sie sich mutmaßlich unrechtmäßig in Deutschland aufhalten. Beide wurden vorläufig festgenommen und müssen sich nun mit einem Strafverfahren wegen des Verdachts des illegalen Aufenthalts auseinandersetzen. Außerdem trafen die Einsatzkräfte auf einen 32-jährigen Mann, der laut Mitteilung von drei Staatsanwaltschaften wegen der Beteiligung an verschiedenen Vermögensdelikten gesucht wird.