Duisburg: Viele Wohnungen nicht altengerecht
Veröffentlicht: Mittwoch, 24.06.2026 10:46
In Duisburg sind viele Wohnungen nicht auf das Wohnen im Alter vorbereitet. Vor allem bei Bädern und Zugängen gibt es laut Analyse großen Nachholbedarf.
In Duisburg sind nach Angaben des Pestel-Instituts nur rund 11.900 von gut 259.700 Wohnungen so gebaut, dass ältere Menschen dort auch mit körperlichen Einschränkungen gut leben können. Das entspricht etwa fünf Prozent des Wohnungsbestands. Die Wissenschaftler haben die Daten im Auftrag des Bundesverbandes Deutscher Baustoff-Fachhandel untersucht. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie gut Wohnungen in Duisburg für das Wohnen im Alter geeignet sind. Hintergrund ist, dass in den nächsten zehn Jahren laut Analyse rund 73.300 Menschen in Duisburg in Rente gehen. Der Bedarf an altersgerechten Wohnungen dürfte damit steigen.
Vor allem Bäder und Zugänge gelten als Problem
Nach Angaben des Pestel-Instituts beginnt das Problem oft schon am Hauseingang. Demnach sind 28 Prozent aller Hausflure in Duisburg nicht breit genug für einen Rollstuhl. Das betreffe rund 66.400 Wohnungen. In vielen Wohnungen seien außerdem Küche und Bad nicht groß genug. Laut Analyse können Menschen mit einem Rollstuhl in rund 84.500 Küchen nicht wenden. Bei den Bädern seien 125.100 und damit 48 Prozent zu klein. Eine bodengleiche Dusche gibt es demnach nur in rund 52.200 Wohnungen in Duisburg.
Forderung nach Zuschüssen für den Umbau
Der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel fordert deshalb mehr Unterstützung für den seniorengerechten Umbau. BDB-Präsidentin Katharina Metzger sagt: „Der Bedarf an Senioren-Wohnungen, den Duisburg in den kommenden Jahrzehnten damit haben wird, ist also enorm.“ Matthias Günther vom Pestel-Institut erklärt, ein altersgerechter Umbau müsse vor allem das Bad in den Blick nehmen. Der Verband fordert dafür Zuschüsse vom Bund. Ziel sei es, mehr barrierearme Wohnungen zu schaffen, damit Menschen möglichst lange in ihrer eigenen Wohnung bleiben können.