Duisburg: Warum viele noch nicht vom günstigen Strom profitieren

Radio Duisburg

Duisburg: Warum viele noch nicht vom günstigen Strom profitieren

In Duisburg geht der Einbau sogenannter Smartmeter nach Darstellung der Grünen im Rat zu langsam voran. Gemeint sind intelligente Stromzähler, die den Verbrauch digital erfassen und damit auch dynamische Stromtarife möglich machen. Gerade an sonnigen oder windreichen Tagen kann Strom aus erneuerbaren Energien zeitweise günstiger sein. Davon profitieren Haushalte aber nur, wenn die nötige Messtechnik vorhanden ist. Die Grünen haben das Thema jetzt im Ausschuss für Digitalisierung aufgegriffen. Sie wollen wissen, warum der Ausbau in Duisburg stockt und welche Folgen das für Verbraucherinnen und Verbraucher hat.

In Duisburg geht der Einbau sogenannter Smartmeter nach Darstellung der Grünen im Rat zu langsam voran. Gemeint sind intelligente Stromzähler, die den Verbrauch digital erfassen und damit auch dynamische Stromtarife möglich machen. Gerade an sonnigen oder windreichen Tagen kann Strom aus erneuerbaren Energien zeitweise günstiger sein. Davon profitieren Haushalte aber nur, wenn die nötige Messtechnik vorhanden ist. Die Grünen haben das Thema jetzt im Ausschuss für Digitalisierung aufgegriffen. Sie wollen wissen, warum der Ausbau in Duisburg stockt und welche Folgen das für Verbraucherinnen und Verbraucher hat.

Smartmeter sollen auch in Duisburg Stromkosten senken

Nach Angaben der Grünen unter Berufung auf die Bundesnetzagentur waren bis Ende 2025 in Duisburg nur rund elf Prozent der Verbrauchsstellen mit Smartmetern ausgestattet. Damit liege die Stadt unter der gesetzlich vorgesehenen Ausbauquote von 20 Prozent. Aus Sicht der Partei hat das direkte Folgen für viele Haushalte. Denn ohne intelligente Messsysteme lassen sich dynamische Stromtarife in der Regel nicht sinnvoll nutzen. Gerade Menschen mit höherem Stromverbrauch könnten von flexibleren Preisen profitieren. Das gilt nach Einschätzung der Grünen besonders für Haushalte mit Photovoltaikanlage, Wärmepumpe oder Wallbox.


Kritik der Grünen an Netze Duisburg

Zuständig für den Smartmeter-Rollout in Duisburg ist laut Pressemitteilung die Stadtwerke-Tochter Netze Duisburg als Netzbetreiber. Die Grünen fordern mehr Transparenz beim bisherigen Verlauf des Ausbaus. Dr. Gabriele Siegert aus dem Digitalisierungsausschuss sagt: „Smartmeter sind ein wichtiger Baustein eines zeitgemäßen Energiesystems.“ Außerdem betont sie, dass intelligente Stromzähler die Nutzung dynamischer Tarife ermöglichen und damit Strompreise für Verbraucherinnen und Verbraucher senken könnten. Die Grünen wollen deshalb konkrete Antworten zu den Gründen für die Verzögerung. Aus ihrer Sicht braucht es außerdem Gegenmaßnahmen, damit der Ausbau schneller vorankommt.


Stromnetz in Duisburg steht vor neuen Anforderungen

Hintergrund der Debatte ist auch der wachsende Umbau der Energieversorgung. Mehr Photovoltaik, mehr E-Autos und mehr Wärmepumpen verändern den Stromverbrauch in vielen Städten deutlich. Intelligente Zähler gelten dabei als wichtiger Baustein, um Netze moderner und flexibler zu steuern. Die Grünen verweisen darauf, dass Deutschland beim Ausbau insgesamt Nachholbedarf habe. In anderen europäischen Ländern seien Smartmeter schon seit Jahren deutlich weiter verbreitet. Für Duisburg stellt sich deshalb die Frage, wie schnell die Infrastruktur jetzt nachgezogen werden kann. Nach Angaben der Grünen könnte bei weiterem Rückstand sogar ein Zwangsgeldverfahren der Bundesnetzagentur gegen Netze Duisburg drohen.