Duisburgs Hausmeister im Hafen: An Bord der Duisport I
Veröffentlicht: Freitag, 15.05.2026 08:47
Der Duisburger Hafen ist der größte Binnenhafen der Welt. Wer sorgt dafür, dass hier alles läuft?
Unverzichtbar, aber ungesehen: Wer hält Duisburg eigentlich am Laufen? Sie sind die Hausmeister des Hafens, das Team der Duisport I.
Abwechslungsreiche Arbeit
Noch liegt die Duisport I am Anleger, aber gleich beginnt für Arne Sadra und sein Team der Arbeitstag. Mit Schwimmweste ausgestattet löst Arne das dicke Tau und macht die Duisport I bereit zum Ablegen. Per Handzeichen signalisiert er dem Kapitän: Wir können los.
Der Duisburger Hafen ist die Logistikdrehscheibe Europas und der größte Binnenhafen der Welt. Von hier werden Güter in ganz Europa verteilt. Und sie sorgen dafür, dass hier alles läuft. Das Team der Duisport I.
Die Besonderheit ist halt die Abwechslung hier im Hafen, dass wir jeden Tag nicht wissen was ansteht, weil im Hafen kann jede Sekunde etwas Neues entstehen, was anderes passieren",
sagt Decksmann Arne Sadra.
Eine große Verantwortung
Ihr Arbeitsalltag startet früh. Egal ob Müll einsammeln, Holz aus dem Wasser fischen oder die Uferböschungen instand halten. Erster Stopp heute ist ein Anleger. Hier legen Schiffe für die Hafenrundfahrten in Duisburg an. Arne springt von Bord. Er rollt einen gelben Schlau aus, dann fängt er an die Stufen von Blättern und Dreck zu säubern. Das ist wichtig, damit die BesucherInnen nicht ausrutschen, wenn sie für die Hafenrundfahrten die Treppe runtergehen.
"Das ist schon eine große Verantwortung, zu wissen, dass man im größten Binnenhafen der Welt unterwegs ist",
sagt Arne.
"Ohne uns würde es Chaos geben"
Im Hafen sind übrigens 11 Prozent aller Arbeitsplätze in Duisburg angesiedelt. Pro Jahr werden in Duisburg über 20.000 Schiffe und 25.000 Züge abgefertigt. Insgesamt werden rund 51 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen.
"Warum ist mein Job unverzichtbar? Ja ohne uns bleibt der Hafen stehen und der Dreck liegen",
sagt Arne und sein Kollege Victor Börgers ergänzt:
"Ohne uns würde es Chaos geben."
Kollegen aus aller Welt
Bei der Arbeit im Duisburger Hafen kommt die Crew der Duisport 1 mit Seeleuten aus aller Welt ins Gespräch. Oft sind die Schiffsbesatzungen mehrere Wochen unterwegs. Deshalb freuen sie sich immer über Abwechslung, ein kurzes Gespräch, ein Update.
Der Duisburger Hafen umfasst 21 Becken und rund 40 Kilometer Ufer. Eine Fläche etwa so groß wie 2.170 Fußballfelder.
Duisburg vom Wasser aus
Die Crew der Duisport 1 genießt den Job im Hafen.
"Wenn morgens hier ankommt und so ganz leicht hinter uns die Sonne aufgeht und man seinen ersten Kaffee morgens hat und langsam der Hafen erwacht, das ist dann doch einer der Momente wo man sich darüber freut, dass man nicht im Büro sitzen muss",
sagt Arne.
Ihre Arbeit sorgt für Sicherheit auf einer der wichtigsten Wasserstraßen Deutschlands. Eine Arbeit, die kaum jemand sieht. Und die doch absolut unverzichtbar ist.